Gemeinde aktuell

 

Gemeinschaft des Glaubens ohne sichtbare Versammlung der Gläubigen

Das Verbot der öffentlichen Messfeier in der Corona-Krise ist ein tiefer Einschnitt in das Glaubensleben vieler Menschen. In der Solidarität mit den Kranken und dem Wunsch möglichst viele Ansteckungen zu verhindern, tragen wir es mutig mit. Im Augenblick feiere ich die Eucharistie alleine mit dem Küster, stellvertretend für die ganze Gemeinde. In geistlicher Weise beten wir für alle Menschen und ihre Anliegen, für die Kranken und für die Verstorbenen. Es ist schon merkwürdig, wenn dabei das Kirchgebäude leer ist.

Wir Menschen brauchen leibhaftige Zeichen und Symbole, damit unser Glaube nicht austrocknet. Die Lieder, die Texte der Bibel, Brot und Wein, die Wandlung der Gaben in Jesu Leib und Blut, die Gemeinschaft der versammelten Gläubigen, der Empfang der Kommunion, der Friedensgruß und auch das gemeinsame stille Gebet: alle diese Elemente wollen uns spürbar machen, dass Gott lebendig in unsere Mitte und lebendig in unserem Leben ist!

In der augenblicklichen Situation müssen wir auf viele dieser Zeichen verzichten. Aber dennoch gilt, dass Gott lebendig in unserem Leben wirkt! In unserer Kirche gibt es die Tradition der geistlichen Kommunion. Das ist die Einladung sich innerlich und geistlich möglichst intensiv mit Gott und der Gemeinschaft der Kirche zu verbinden. Gott kennt keine Grenzen in seiner Menschenfreundlichkeit und Zuwendung. Die Nähe Gottes ist nicht von äußeren Zeichen abhängig.

Schon im menschlichen Miteinander gibt es unterschiedliche Grade von Nähe. Wo ist die Nähe zwischen den Menschen intensiver: in der drangvollen Enge der Straßenbahn oder mittels eines Liebesbriefes, der z.B. zwei Menschen in Bocholt und New York verbindet?

Geistliche Kommunion bedeutet, dass ich mich innerlich verbinde, mit Gott und den Menschen, die mit mir den Glauben teilen. Wo die hl. Messe gefeiert wird, vollzieht sich das ganze Geschenk der Liebe und Hingabe Gottes an die Menschen, auch wenn die sichtbare Versammlung der Gläubigen fehlt. Und umgekehrt gilt, wo ein Mensch sich im Herzen mit der Feier der Eucharistie verbindet, auch ohne leibhaft da zu sein, da wird Gottes Segen und Zuwendung den Beter erreichen. Gottes Möglichkeiten sind unbegrenzt!

Deshalb laden wir dazu ein, sich geistlich zu vernetzen: In der Feier der hl. Messe, im Abendgebet um 19:30 Uhr, in der persönlichen Schriftlesung, dem Rosenkranzgebet oder dem Kreuzweg, beim Betrachten oder Singen eines Liedes aus dem Gotteslob. Unsere Kirchen Maria Trösterin und Ewaldi sind für das persönliche Gebet geöffnet. Dort werden auch Osterkerzen unserer Messdiener angeboten, die Pfarrnachrichten liegen aus, ebenso ein Impuls zum Sonntag und ein Vorschlag für eine Hausandacht! Auch auf unserer Internetseite sind diese Vorschläge zu finden.

Und natürlich: Nutzen wir das Telefon, um gemeinsam im Kontakt zu sein und einander Mut zuzusprechen. Auch das kann ein Zeichen sein für die intensive Nähe und Zuwendung Gottes!

Bleiben Sie gesund!

Ihr Pfarrer Andreas Hagemann

 

Persönliches Gebet in unseren Kirchen weiter möglich!

Öffentliche gemeinsame Gottesdienste finden aufgrund der Corona-Pandemie bis auf Weiteres nicht mehr statt! Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht mehr beten dürfen. Für das persönliche Gebet vor dem Allerheiligsten oder das Entzünden einer Kerze bleiben unsere Kirchen zu den gewohnten Zeiten weiterhin geöffnet.

Das Seelsorgeteam wird stellvertretend für die ganze Gemeinde die Eucharistie feiern. Auch wenn wir uns dazu im Augenblick nicht in einem Raum versammeln dürfen, wissen wir doch, dass wir eine Gemeinschaft der Herzen bilden und Gottes Segen über das Kirchgebäude hinaus wirksam ist.

 

Wir gedenken der Verstorbenen der vergangenen Woche:

Edith Potthoff aus dem Gemeindeteil St. Josef

Elfriede Klein-Schmeink aus dem Gemeindeteil Maria Trösterin

 

Wir sind für sie da!

Gerade jetzt möchten alle Seelsorgerinnen und Seelsorger für Sie da sein. Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie etwas auf dem Herzen haben, wenn Sie Angst und Sorgen haben oder wenn Sie einfach nur mit jemandem sprechen möchten …

 

Netzwerk „Helfende Hände“ bietet weiter Hilfe an

Trotz oder gerade wegen der aktuellen Corona-Krisensituation bietet das Netzwerk „Helfende Hände“ weiter seine Unterstützung an. Wer sich unter Tel. 21793-118 daran wendet, wird auch weiterhin, natürlich unter Beachtung gesundheitlicher Vorsichtsmaßnahmen, Hilfe bekommen.

 

Gottesdienst im Fernsehen und im Internet

Eine gute Möglichkeit den Gottesdienst zu verfolgen bieten das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen und auch verschiedene Angebote im Internet: Täglich um 8:00 Uhr wird ein Gottesdienst aus dem Paulus-Dom in Münster im Live-Stream übertragen. Wählen Sie im Internet: www.paulusdom.de oder www.bistum-muenster.de. Weitere Gottesdienstangebote mit Internet-Übertragung sind zu finden auf: www.kirche-und-leben.de – Gottesdienst-Livestreams aus dem Bistum Münster. Lesungstexte und Gebete für den jeweiligen Tag finden sich unter: www.erzabtei-beuron.de/schott/

 

Tägliches Glockenläuten im Bistum Münster

Da sich die Menschen derzeit nicht mehr zu Gottesdiensten versammeln können, schließen wir uns im Bistum Münster einer Idee aus dem Erzbistum Köln an, die mittlerweile auch im Erzbistum Paderborn aufgegriffen worden ist. Bis zum Mittwoch der Karwoche läuten täglich um 19:30 Uhr im Bistum Münster die Glocken. Das Geläut lädt zum persönlichen Gebet ein und soll – über alle räumliche Trennung hinaus – ein Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein.

 

Selbstgestaltete Osterkerzen

In diesem Jahr stehen die selbstgestalteten Kerzen der Messdiener zum Verkauf in den Kirchen.

Pro Kerze bitten wir um eine Spende von 5,00 €. Hiermit unterstützen Sie die Messdienerarbeit und den Kirchenumbau St. Josef.

Besonders in diesen Zeiten benötigen wir ein Licht, in dem wir uns verbinden können.

Die Messdiener wünschen Ihnen alles Gute!

 

Mitmachaktion für Kinder 

Die Gruppenstunden und Gottesdienste der Erstkommunionvorbereitung wurden abgesagt und wir wissen leider auch noch nicht, ob die Erstkommuniontermine eingehalten werden können. Trotzdem möchten wir uns natürlich mit dem Glauben beschäftigen. Gerade in dieser Zeit, in der wir viele „normale“ Dinge nicht tun können und uns zusammenreißen müssen, ist das sicherlich ein wichtiges Thema. Wir möchten Euch in den nächsten Wochen eine „Aufgabe“ geben. Wir werden Euch zu jedem Wochenende ein Faltblatt mit dem aktuellen Sonntagstext aus dem Evangelium zusenden. Die Blätter liegen auch in den Kirchen, die nach wie vor für das persönliche Gebet offen sind, aus. Außerdem könnt Ihr sie auf der Internetseite: www.st-josef-bocholt.de bekommen. Zu dem Text werden wir ein paar Gedanken und Ideen aufschreiben. Nehmt Euch doch die Zeit und lest den Text mit Eurer Familie und sprecht darüber. Vielleicht können unsere Fragen und Impulse dabei ein bisschen helfen.

Kreativaufgabe:

Malt doch einfach ein Bild zu dem Bibeltext oder macht ein Foto, vielleicht auch mit Lego oder Playmobilfiguren? Gerne könnt Ihr auch etwas basteln und das dann abfotografieren. Wie wäre es mit einem Kurzfilm? Die Ergebnisse könnt ihr dann immer bis dienstags an folgende Email-adresse senden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir werden sie dann auf unserer Internetseite veröffentlichen (nur mit dem Vornamen).

Unter allen Einsendungen verlosen wir in jeder Woche drei Kinogutscheine (für die Zeit nach dem Coronavirus).

Natürlich dürfen auch Kinder mitmachen, die sich nicht auf die Erstkommunion vorbereiten.

Viel Spaß dabei!

 

Ostertüten für Zuhause

Auch, wenn die Kirchen weiterhin zum persönlichen Besuch und Gebet geöffnet bleiben, können auch an den Kar- und Ostertagen keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Deshalb liefert die Pfarrei St. Josef interessierten Bocholtern, die Ostern zwangsläufig in diesem Jahr anders feiern müssen und sich gleichzeitig ein bisschen überraschen lassen möchten, eine Ostertüte nach Hause. Die Tüten gibt es in drei verschiedenen Varianten: klassisch, alternativ, familiengerecht (für Kinder bis 10 Jahre). Sie enthält Gebete und Impulse, Anregungen zum Gestalten und Basteln und einiges mehr. Diejenigen, die eine Ostertüte geliefert bekommen möchten, können sich bis einschließlich Montag, 30. März im Pfarrbüro melden unter Tel. 217930 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Whats App 0151/53240540.

 

Impuls zum Sonntag: „MISEREOR“

Sonntagsevangelium: Erweckung des Lazarus Joh 11,3-7.17.20-27.33b-45

In jener Zeit sandten die Schwestern des Lázarus Jesus die Nachricht: Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank. Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lázarus. Als er hörte, dass Lázarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt. Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen. 

Als Jesus ankam, fand er Lázarus schon vier Tage im Grab liegen. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. 

 Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Jesus war im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie sagten zu ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb? Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagte zu ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da nahmen sie den Stein weg. 

Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herumsteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lázarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sage zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen! 

Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn. 

 

Impuls

Unsere Zeit ist so schnelllebig. Erinnern Sie sich noch an das „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“? Es war ein außerordentliches „Heiliges Jahr“, das Papst Franziskus ausgerufen hat in Erinnerung an die Beendigung des II. Vatikanischen Konzils 50 Jahre zuvor. Vor fünf Jahren war das: vom 8. Dezember 2015 bis zum 20. November 2016.  

Barmherzigkeit“, dieser zentrale Wesenszug Gottes, wollte Papst Franziskus uns und zugleich der ganzen Kirche in Erinnerung rufen als Wesenszug allen kirchlichen Handelns. Angefangen im Petersdom in Rom bis hinein in alle Domkirchen weltweit und in alle Wallfahrtskirchen hinein wurden „Pforten der Barmherzigkeit“ gestaltet, durch die man hindurch schreiten konnte, um sich von Gottes Barmherzigkeit berühren zu lassen und diese Erfahrung zum eigenen barmherzigen Handeln werden zu lassen. 

Barmherzig sein ist aber keine Haltung allein für Jubiläumsjahre. Es galt und gilt immer, wenn man an Gott denkt und aus Gott heraus leben und handeln will.

In jedem Jahr zur Fastenzeit haben wir einen Sonntag, an dem das Wort „Barmherzigkeit“ als Überschrift, als Motto erscheint: MISEREOR. Der 5. Fastensonntag, das ist heute, trägt schon seit vielen Jahrzehnten diesen Namen: MISEREOR-SONNTAG. In diesem Leitwort können wir uns im Augenblick besonders gut wiederfinden durch unsere Lebensangst vor einem lebensbedrohlichen Virus. Durch Verlusterfahrungen menschlicher und existenzieller-materieller Art, also der Notwendigkeit zur Distanz in der Begegnung und drohenden Gefahren aufgrund von Betriebsschließungen sowie dem Verlust des Arbeitsplatzes.

MISEREOR ist ein Gotteswort! Jesus sagt es ganz oft, wenn er von Gott, seinem Vater spricht. Aus diesem Gotteswort ist in unserer deutschen Kirche eine großartige Initiative erwachsen, das „Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR“, das seit über 60 Jahren an diesem 5. Fastensonntag um unsere Unterstützung, d.h. um unser Fastenopfer bittet. Das sollten wir auch jetzt nicht vernachlässigen, wenn wir wegen der Epidemie Angst um unser eigenes Leben haben, denn unser Leben steht in keinem Verhältnis zum Leben der Menschen in den ärmsten Regionen unserer Welt. Christen kennen keinen Egoismus! Sie tragen Gottes Eigenschaft in sich und können füreinander barmherzig sein, grenzenlos. 

P. Anselm Grün sagt: „Wenn Jesus sich barmherzig zu uns wendet, dann werden wir heil und gesund, dann erfahren wir inneren Frieden. Und dann werden wir mit uns selbst barmherzig umgehen, anstatt gegen uns zu wüten. Jesus geht barmherzig auf uns zu und handelt an uns barmherzig, indem er uns vergibt und heilt. Wenn Jesus also uns zur Barmherzigkeit aufruft, dann sollen wir als seine Jünger auch seinen Geist in die Welt hineintragen.“ 

Darum lade ich dazu ein, an diesem Sonntag an das MISEROR-Fastenopfer zu denken. Sie können es auf das Konto der Kirchengemeinde St. Josef in Bocholt bei der Stadtsparkasse Bocholt IBAN DE95 4285 0035 0000 2200 04, Kennwort: MISEREOR, überweisen. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. 

Auf einem Kalenderblatt las ich dieser Tage: „Erfahrung heißt, reich werden durch verlieren.“ Zurzeit machen wir alle notgedrungen Verlusterfahrungen: in der Einschränkung der Bewegung, in der menschlichen Begegnung, im Verzicht auf gemeinsame religiöse Feiern und der Hl. Kommunion, durch Krankheit und Tod. Ob wir am Ende reicher sein werden an Erfahrung? Ganz sicher.  Hoffentlich aber sind wir dann auch reicher geworden durch ein „wahres Bewusstsein“, d.h. durch die Erkenntnis: Hier auf Erden gibt es den Himmel nicht! Das Diesseits ist kein Jenseits. Aber das Jenseits lässt uns hoffen inmitten unserer Sterblichkeit. Zwar mit Zweifel, für Nachdenkliche, aber auch mit einem guten Grund!

Lassen wir uns vom heutigen Sonntagsevangelium berühren (Joh 11,1-45). Es erzählt: Als Jesus von der Erkrankung seines Freundes Lázarus erfährt, sagt er: „Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes.“ Der Sinn dieses Wortes ist nicht, das Lázarus nicht an dieser Krankheit sterben könnte. Er stirbt ja! Der tiefere Sinn ist: Der Tod ist nicht das Letzte, weil Jesus die Auferstehung und das Leben ist. Was Jesus wirkt, wirkt er von seinem Vater her. Er erhebt die Augen und dankt dem Vater, so wie er bei der Brotvermehrung zum Himmel blickte und den Lobpreis sprach. Der Raum des Vaters wird in Jesus weit und weiter und nimmt uns, die Glaubenden mit hinein.

 

Gebet in Zeiten der Corona-Pandemie
Gott, unser Leben,
eine Pandemie von ungeheurem Ausmaß belastet die Menschen auf der ganzen Welt.
Aus unserer Not rufen wir zu dir und bitten dich:
Für alle Verstorbenen:
Schenke ihnen die Freude der ewigen Gemeinschaft mit dir.
Für die Kranken:
Gib ihnen Kraft und, wenn es möglich ist, gute Genesung.
Für die Ärzte und Pflegekräfte:
Stärke sie in ihrem schweren Dienst.
Für die Verantwortlichen in Politik und Behörden:
Hilf ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Für die Wissenschaftler und Forscher:
Erfülle sie mit deinem Geist der Weisheit, dass sie schnell Fortschritte in Abwehr und Heilung des Corona-Virus und anderer schwerer Krankheiten machen können.
Für alle, die sich einsam fühlen:
Tröste sie mit der Erfahrung deiner Nähe.
Für alle, die um ihre Existenz bangen:
Eröffne ihnen Wege in die Zukunft.
Für uns alle:
Hilf uns zu Solidarität und Sorge füreinander. Wecke in uns Fantasie, wie wir miteinander in Kontakt bleiben können. Und lass uns tiefer erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist.
Gott, unser Leben,
dir vertrauen wir uns und die ganze Welt an.
Schenke Heilung und Heil durch Christus, unseren Herrn. Amen.
(Weihbischof Stefan Zekorn)

 

Sorgen und Stress

Eine Psychologin schritt während eines Antistress-Seminars durch den Zuschauerraum. Als sie ein Wasserglas hochhielt, erwarteten die Zuhörer die typische Frage: „Ist dieses Glas halb voll oder halb leer?“ Stattdessen aber fragte sie mit einem Lächeln im Gesicht: „Wie schwer ist dieses Glas?“ Die Antworten pendelten zwischen 200 Gramm und 500 Gramm. Die Psychologin antwortete:

„Das absolute Gewicht spielt gar keine Rolle. Entscheidend ist viel mehr, wie lange ich es halten muss. Halte ich es eine Minute, ist es kein Problem. Wenn ich es eine Stunde halten muss, werde ich einen leichten Schmerz im Arm verspüren. Muss ich es jedoch einen ganzen Tag halten, wäre mein Arm taub und gelähmt. Das Gewicht des Glases ändert sich nicht, aber je länger ich es halte, desto schwerer wird es.“

Sie fuhr fort: „Stress und Sorgen im Leben sind wie dieses Glas mit Wasser. Denke über sie eine kurze Zeit nach und sie hinterlassen keine Spuren. Denke über sie etwas länger nach und sie werden anfangen, dich zu verletzen. Wenn du jedoch den ganzen Tag nachdenkst, wirst du dich irgendwann völlig gelähmt fühlen und nicht mehr in der Lage sein, irgendetwas zu tun“.

Es ist wirklich wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, den Stress und die Sorgen auch mal beiseite zu schieben. Stundenlanges Grübeln lähmt dich total. Trag den Stress und die Sorgen nicht in den Abend und in die Nacht hinein.

Denk daran, das Glas einfach mal abzusetzen.

(Verfasser unbekannt)

 

Wir wünschen Ihnen allen,

dass Sie gesund durch die Tage kommen!

Beiträge, die in den Pfarrnachrichten veröffentlicht werden sollen, bitte bis spätestens 10 Tage vor dem Erscheinen einreichen.

 

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