Sancti Ewaldi
Die Ewaldi-Kirche befand sich ursprünglich als Notkirche im ehemaligen Kaufhaus Schröer an der Ecke Mühlenweg / Schützenstraße. Sie wurde dort am 5. Juni 1934 eingeweiht.
Der Bedarf an einem größeren Gotteshaus war früh erkennbar. Die Notkirche reichte für die wachsende Bevölkerung der Bezirke Fildeken, Rosenberg und Biemenhorst nicht mehr aus. So entschloss sich der damalige Pfarrer Anton Hommel, eine neue Kirche zu bauen. Mit der Bauleitung wurde der Bocholter Architekt Johann Ketteler beauftragt. Nach dem ersten Spatenstich am 3. März 1952 ging die Arbeit bis zur Fertigstellung zügig voran.
Am 6. Juli 1952 wurde der Grundstein von dem Dechanten Clemens Dülmer geweiht und gelegt. Wie in der Urkunde erwähnt, entstammt der Stein einer Säule der durch Bombenangriff zerstörten St. Georg-Kirche. Auch einige Ziegelstücke der zerbombten St. Josef-Kirche gehörten dazu. Viele Gemeindemitglieder haben sich an dem Bau beteiligt, insbesondere an den Ausschachtungsarbeiten.
Am 12.Juli 1953 wurde die neue Ewaldi-Kirche durch Erzbischof Buddenbrock feierlich eingeweiht.
Den Abschluß des Kirchbaus bildete sechs Jahre später zum 25jährigen Gemeindejubiläum die Weihe und Inbetriebnahme der vier Glocken.
Einige Fotos aus der Bauzeit und eine Kurzversion des damals gedrehten Dokumentarfilms sind unten zu finden.
Sommerkirche Ewaldi
Nach ausführlicher Debatte haben die Gremien Pfarreirat und Kirchenvorstand eine veränderte Nutzung der Ewaldi-Kirche in den Wintermonaten beschlossen.
Die Teilnehmerzahl an den Gottesdiensten hat seit der Corona-Zeit allgemein stark abgenommen. Der Kirchraum Ewaldi wirkt dadurch bei fast jedem Gottesdienst wie leer. Im Winter braucht es viel Heizmittel, um die große Kirche zu wärmen. Gleichzeitig sinken die finanziellen Haushaltsmittel der Pfarrei.
Deshalb ist der Entschluss gefallen, die Ewaldi-Kirche nur in den Sommermonaten zu nutzen und in der Winterzeit mit den Gottesdiensten in das Pfarrheim Ewaldi auszuweichen. Konkret bedeutet das, dass wir von November bis zum Palmsonntag das Pfarrheim für die Messfeiern nutzen.
Die Gottesdienstzeiten sind dann jeweils sonntags um 9 Uhr und mittwochs um 19 Uhr.
Für Beerdigungsmessen empfiehlt es sich, auf die Kirche Maria Trösterin oder Sankt Josef auszuweichen.
Durch die Nutzung des Pfarrheims in den Wintermonaten können wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem wir den Verbrauch von Brennstoff und Heizung verringern und angemessen mit den knapper werdenden Ressourcen umgehen.
Urkunde zur Grundsteinlegung
Urkunde zur Grundsteinlegung Ss. Ewaldi, Bocholt
„Im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, des Vaters und des Sohnes und des hl. Geistes Amen. Im Jahre des Heiles 1952, im 13. Jahre der glorreichen Regierung Seiner Heiligkeit des Papstes Pius XII., als Exzellenz Michael Keller Bischof von Münster, Clemens Dülmer Dechant des Dechanates Bocholt, Anton Hommel Pfarrer dieser Pfarrgemeinde Ss. Ewaldi war, im 7. Jahre des Bestehens der Bundesregierung, als Heuß Bundespräsident, Conrad Adenauer Bundeskanzler, als Otto Kemper Oberbürgermeister und Ludwig Kayser Oberstadtdirektor und Josef Halbfas Stadtbaurat waren, wurde am 6. Juli bei der äußeren Feier des Festes Visitatio B. M. V. dieser Grundstein von dem Dechanten Clemens Dülmer geweiht und gelegt. Der Stein entstammt einer Säule der durch Bombenangriff auf Bocholt am 22. 3. 45 zerstörten Kirche St. Georg. Die Ziegelstücke sind von der zerbombten Kirche St. Josef. Wir wollen dadurch einerseits unser inneres Verbundensein mit der Kirche St. Georg, der Mutterkirche von Bocholt, und andererseits mit St. Josef als unserer speziellen Mutterkirche bekunden. Baumeister dieser Kirche ist der Architekt Johann Ketteler aus Bocholt...
Auf daß der Bau mit Gottes Gnade glücklich voranschreite zur Ehre Gottes zum Heile der Gläubigen und bald ohne Unfall für die Bauleute vollendet werde, wolle der dreieinige Gott unsere Arbeit segnen! Alle aber, die dieses Werk durch Gunst und Gaben gefördert haben, mögen für ihre wohlwollende Güte den reichsten Lohn ernten, das erflehen wir von Herzen von Gott dem Allerhöchsten.“
Patrone Hl. Brüder Ewaldi
Unsere Kirchen- und Gemeindepatrone sind die heiligen Brüder Ewaldi. Über ihre Herkunft und ihr Leben ist nur wenig bekannt. Die beiden Ewaldi (nach ihrer Haarfarbe der weiße und der schwarze Ewald genannt) waren vermutlich keine leiblichen Brüder, sondern Ordensbrüder, wahrscheinlich Benediktiner.
Um 690 kamen sie als Gefährten des heiligen Willibrord von den britischen Inseln aufs Festland. Sie überquerten den Rhein und verkündeten als erste in unserer Gegend die Botschaft Jesu Christi. Doch schon nach kurzer Zeit wurden sie wegen ihres Glaubens getötet. Im Jahre 693 starben sie als Märtyrer. Ihre Gebeine befinden sich in der Kirche St. Kunibert in Köln.
Das Fest der heiligen Ewaldi ist am 3. Oktober. Wir feiern unser Patronatsfest jeweils am ersten Sonntag nach diesem Tag.
Regelmäßige Gottesdienste am Wochenende
Samstag:
17.00 Uhr:
Vorabendmessfeier - St. Josef
Sonntag:
09.00 Uhr:
Messfeier - Pfarrheim Ewaldi
10.00 Uhr:
Messfeier - Maria Trösterin
11.15 Uhr:
Messfeier - St. Josef
Ewaldi-Kirche in der Zeit von November bis zum Palmsonntag:
Der Gottesdienst ist sonntags um 9 Uhr im Pfarrheim Ewaldi.

























