Kreuzweg in Mussum

Der Kreuzweg wurde 2017 von der Dorfgemeinschaft Mussum aufgestellt und vom Bildhauer Josef Krautwald (1914 - 2003) aus Rheine geschaffen.

In vielen katholischen Kirchen finden sich Kreuzwegbilder oder auch Stationen. Anfänglich waren es nur 7 Stationen, heute sind es meist 14 oder 15 Stationen, die auf eine Tradition in Jerusalem zurückgehen. Dort erinnert die Via Dolorosa, die “Schmerzensstraße“, an den Weg, auf dem Jesus das Kreuz aus der Stadt auf die Anhöhe Golgotha getragen hat. Am Karfreitag und anderen Tagen gehen die Gläubigen seit Jahrhunderten diesen Weg.

Der Kreuzweg in Mussum hat 14 Darstellungen. Sie unterscheiden sich von anderen Kreuzwegstationen dadurch, dass zum Teil andere Begebenheiten aus den letzten Tagen Jesu dargestellt werden.

Wegverlauf

Der Weg führt von der Kirche Maria-Trösterin durch den Park zum Friedhof.
Die aufgestellten Ruhebänke laden zum Meditieren ein.

Die Gesamtlänge des Weges beträgt nur 260 m.

Die Stationen

Erweiterung des Kreuzweges um zwei weitere Exponate

Der 2017 von der Dorfgemeinschaft Mussum aufgestellte Kreuzweg in Mussum wurde 2021 um zwei weitere Exponate des Künstlers Joseph Krautwald ergänzt.

Es sind Bestandteile eines Ambos und eines Tabernakels aus der St. Marien-Kirche in Papenburg-Obenende. Die Kirche wurde 2020 profaniert und man suchte für einige der sakralen Gegenstände ein neues Zuhause. Es war klar, dass diese Objekte in Mussum nicht in der ursprünglichen Form und dem gleichen Zweck verwendet werden konnten, und so entwickelte man die Idee einer Wiederverwendung der etwas anderen Art.

Der Ambo aus Travertin war mit einem Bronzerelief verziert, welches „Das Gleichnis vom Sämann“ zeigt. Das Relief wurde vom Ambo entfernt und auf eine Stahlplatte aufgebracht, die sich optisch denen des vorhandenen Kreuzweges anpasst. Der neue Standort ist die Rückseite des Backhauses auf dem Marienplatz; so ist der Bezug zum Sämann gegeben.

Der Tabernakel – auch als Altarkreuz zu bezeichnen – fügt sich gut in die Umgebung mit Blickrichtung auf die Mussumer Kirche Maria-Trösterin ein. Der eingebaute Tresor wurde vorher entfernt. Die Inschrift „Kommt alle zu mir“ lädt die Gläubigen, die vom Friedhof kommen, ein, zur Andacht ins Gotteshaus zu kommen.